CDU Wesseling
„.. und dann will ich Bürgermeister werden, Frau Bundeskanzlerin!“
 
Besuch in Berlin - Kimberley FranzenEigentlich ist Kimberley  Franzen, genannt Kim , ein ganz normales Wesselinger Mädchen mit langen blonden Zöpfen, die gerne mit ihren Freunden und Freundinnen spielt und ihr Berufsziel mit Tierärztin angibt. Kim lebt mit ihrem Bruder Niclas und den Eltern Markus und Dorothea Franzen im Wesselinger Ortsteil Keldenich und freut sich schon auf ihre Einschulung in diesem Jahr.
 
Eigentlich also weit entfernt von der großen Politik und der Bundeshauptstadt Berlin. Doch Anfang Mai diesen Jahres reiste die Sechsjährige zusammen mit ihrer Mutter und Haupt nach Berlin, um dort Angela Merkel zu treffen.
 
Aber wie kommt eine sechsjährige Wesselingerin zu einem Besuch bei der Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland? Besuch in Berlin - Hans-Peter Haupt Bürgermeister, Frau Bundeskanzlerin Merkel, Kimberley Franzen
 
Alles begann damit, dass der CDU Stadtverband Wesseling im Kommunalwahlkampf 2009 nach Motiven suchte, um die politischen Ziele des damaligen Kandidaten
 
und heutigen Bürgermeisters mit aussagekräftigen Bildern zu unterstützen. Beim Thema „Zukunft der Stadt“ sollte auch deutlich werden, dass Wesseling mit seinen jungen Menschen eine Zukunft hat, die zugleich Verpflichtung bedeutet. Es lag nahe, dieses Ziel mit einem gemeinsamen Bild des Kandidaten Haupt und einem Kind zu unterstreichen. Kims Eltern hatten sich nach langem Überlegen schließlich einverstanden erklärt, Kim mit Haupt für ein Plakatmotiv ablichten zu lassen. „Wichtig war uns, dass Kim freiwillig mitmachen wollte. Wir haben uns die endgültige Entscheidung aber nicht leicht gemacht, denn so im Licht der Öffentlichkeit zu stehen, ist für ein kleines Kind ja nicht unbedingt leicht“, betont die Mutter.
 
Als während der heißen Phase des Wahlkampfes der CDU Bundestagsabgeordnete Willi Zylajew im August 2009 das CDU Sommerfest im Wesselinger Rheinforum besuchte, machte er die Bekanntschaft mit der kleinen Kim und war von ihr so begeistert, dass er sie spontan zu einem Besuch nach Berlin im kommenden Jahr einlud. Und wer weiß, vielleicht sollte sich auch die Möglichkeit zu einem Treffen mit Angela Merkel ergeben. Aber davor musste noch eine Bundestagswahl bewältigt werden.Besuch in Berlin - Bundestagsabgeordnete Willi Zylajew und Kimberley Franzen
 
Der Ausgang der Wahl ist bekannt. Willi Zylajew setzte sich beim Kampf um den Wiedereinzug in den Bundestag gegen die politische Konkurrenz durch und konnte somit sein Besuchsangebot in die Tat umsetzen. Anfang Mai war es dann soweit. Nach einer langen Autofahrt wurden Kim und  ihre Mutter in Berlin von dem Abgeordneten aus Hürth zu einer Führung durch den Reichstag empfangen. Willi Zylajew war es zudem gelungen, im durchorganisierten Terminkalender seiner „Chefin“ eine kleine Lücke zu finden und diesen für Kim zu reservieren. Und dann begegneten sich Kim und die Bundekanzlerin zum ersten Mal, unterhielten sich über Kims Hobbies und was sie einmal werden möchte. Tierärztin wolle sie werden, erklärte die junge Wesselingerin, weil sie Tiere so gerne habe. Überraschend fügte sie noch hinzu „.. und dann will ich wie Hans-Peter Haupt Bürgermeister werden, Frau Bundeskanzlerin!“
Besuch in Berlin -  Frau Bundeskanzlerin Merkel, Kimberley Franzen
Als Souvenir für Kim hatte Wesselings BürgermeisterHaupt eigens zwei seiner Wahlplakate mitgebracht, die von der Bundeskanzlerin signiert wurden und  von denen eines heute bei der Familie Franzen einen Ehrenplatz hat. Dass Kim politisch nicht ganz korrekt Bürgermeister und nicht Bürgermeisterin werden will, ist ihr nicht vorzuwerfen. Denn bis sie 2032 Wesselings Bürgermeisterin werden soll, kann sie diese politischen Feinheiten noch lernen.

Besuch in Berlin

 

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